Körpersprache des Hundes


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Der Hundeblick – Körpersprache des Hundes

Keine Sonnenbrille – sperr deine Kommunikation nicht aus!

„Ich schau dir in die Augen, Kleines.“

Ein Wunderwerk der Muskulatur

Dein Blick ist für deinen Hund ein großer Anker, an dem er viel Halt findet. Dieses Wunderwerk der Muskulatur benötig, um eine finstere Mine darzustellen, 57 Muskeln und für ein Lächeln steuerst du 43 Muskeln an. Verrückt oder?

„57 Muskeln für ein Drohen – 43 Muskeln für ein Lachen“

Im Laufe der Domestikation hat sich der Hund da wieder einmal wunderbar angepasst. So hat eine Untersuchung herausgefunden, dass der Hund rund um die Augen über eine Muskulatur verfügt, die dem Wolf fehlt. Der Muskel, der zum Beispiel die Augenbraue hebt, ist bei unseren Hunden  standardmäßig vorhanden. Bei Wölfen befinden sich an der gleichen Stelle nur spärliche Muskelfasern und Bindegewebe.

Ich sehe dich – ich erkenne dich

Treffen jetzt Mensch und Hund aufeinander, kann dein Hund seinen bezauberndsten „Dackelblick“ einsetzen und dich, schwuppdiwupp, um den Finger wickeln. Was ihm aber auch möglich ist, ist aus deiner Mimik zu lesen. Daraus erkennt er perfekt deinen Gemütszustand und auch was du als nächstes tun wirst. Weiterhin orientiert er sich auch an deinem Blick als Richtungsweiser. Wo geht es hin und wo liegt deine Aufmerksamkeit, das alles zeigt ihm dein Blick. Verbunden mit einer eindeutigen Körpersprache und klaren Zeigegesten, brauchst du keine verbale Kommunikation. Ganz ausgezeichnet zeigen das taube Hunde. Diese verstehen ihren Menschen wortlos. Dein Hund übrigens auch.

Dazu ist er hauptamtlich arbeitslos. Er hat den ganzen Tag Zeit für sein Studium deiner Person. Er kennt dich besser, als du dich selber. Toll, dass Hunde nicht sprechen können. Die würden uns Sachen über uns erzählen! Ich glaube, die will keiner wirklich hören.

Zwei schwarze Löcher

Doch zurück zur Sonnenbrille und unseren Augen. Die Sonnenbrille hat nun mal keine Muskulatur. Sie verdeckt diese Muskulatur und nimmt dir einen großen Teil deiner Kommunikation. Das führt bei vielen Hunden zur Verunsicherung, wenn sie in zwei große schwarze Löcher schauen.

„Verunsicherung durch zwei große schwarze Löcher“

Natürlich schafft es der Anpassungskünstler Hund, auch damit wieder klar zu kommen. (Was bewundere ich täglich unsere Hunde.) Es muss aber nicht sein und es erschwert euch beiden eine feine und leise Art miteinander zu kommunizieren.

Fazit

Lass die Brille weg, wenn du mit deinem Hund unterwegs bist. Vor Sonnenstrahlung schützt auch ein Base Cape sehr gut und unter dem Schirm dieser Mütze kannst du ganz hervorragend deine Muskeln spielen lassen. Am besten nur die 43 für ein Lächeln!

Sei dir der Macht deines Blickes bewusst. Damit kannst du deinen Hund wunderbar lenken und leiten. Er hat deinen Blick sowieso schon auf dem Schirm und erkennt darüber deine Handlungen, bevor du bewusst darüber nachdenkst etwas zu tun.

Herzliche Grüße Kai

„Führung braucht Vertrauen“

Eine Antwort auf Körpersprache des Hundes

  1. Asja Van Merelbeke sagt:

    Haff – WAFF – BLAFF – BEFF – BAFF – GRROOOOFFF

    Diese Menschen, die mich immer mit ihren riesen schwarzen Augen so durchdringend anglotzen müssen.
    Selbst wenn ich wegsehe verfolgen mich deren starrenden Augen.

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