Anerkennung der Hundepersönlichkeit


richtiges loben Hundetrainer Dresden Kai Hartmann

Was für ein Auftritt

Das Miteinander mit deinem Hund kann monoton, ausdrucksstark oder angenehm sein. Dein Lob, dein Auftritt, deine Körpersprache kann mitreißend oder langweilig sein. Werde dir selbst mal wieder bewusster und nutze das Lob in dir richtig, ehrlich und authentisch.

Richtiges Lob

Mit richtig eingesetztem Lob kannst du deinem Hund über diese soziale Möglichkeit mittels sprachlicher oder körpersprachlicher Anerkennung den passenden Weg durch die Welt weisen.

Sinnvoll eingesetztes Lob ist dabei eine ganz wunderbare Möglichkeit Leistungen und Verhaltensweisen von dir zu deinem Hund zu bestätigen. Das ist ein ganz anderes Ding als wahllos über den Hund ausgeschüttete Liebe, Zuneigung und Zärtlichkeit, die ganz selbstverständlich auch nötig sind, aber oft aus einer Motivation von uns Menschen heraus geschehen und derer sich der Hund meist nicht erwehren kann.

Motivation oder Ruhe

Über diesen Weg kannst du im sozialen Miteinander, in der Erziehung, deinen Hund motivieren. Ist er auf dem richtigen Weg und zögert noch etwas oder ist er sich unsicher, kann ein motivierendes Lob deinen Hund aktivieren weiter zumachen bis zum Erfolg. Hier ist ein ziehendes, unterstützendes, motivierendes Lob gefragt.

Soll der Hund im Gegensatz dazu Ruhe verinnerlichen oder Reizlagen mit dir und in der Folge später auch alleine verarbeiten, ist ein ruhiges Lob angebracht. Dieses ruhige Lob fällt den meisten Menschen deutlich schwerer. Zu oft wird der Hund dann doch wieder aufgespult durch zu schnelles, zu lautes sprechen, begleitet von kektischen, wuschelnden Bewegungen durch das Fell bis hin zum starken abklopfen des Hundes.

Name, Name, Name

Die größte Unterstützung sollte in diesem Zusammenhang auch der Name deines Hundes sein. Ich kann es nicht oft genug betonen, der Name sollte immer nur verbunden sein mit positiven Signalen in Richtung deines Hundes. Eine erste, kleine Eselsbrücke kann dabei helfen, indem du bei Kritik sachlich bleibst und genau in solchen Momenten den Namen nicht benutzt. Damit negativierst du dich auch nicht ständig selber und kannst das höchste Gut pflegen und erhalten – eine positiv, wollende Grundhaltung von dir zu deinem Hund!

Der richtige Zeitpunkt

Auch wie später in der Ausbildung, ist auch schon in der Erziehung das passende Timing sehr wichtig. Also der Zeitpunkt an dem du etwas tust oder lässt. Zum Beispiel wird der Hund bei der Vermittlung der Leinenführigkeit zu oft für das Zurückkommen überschwänglich gelobt. Daraufhin entfern er sich ganz zügig wieder. Warum ist das so? Es ist schnell erklärt. Dein Hund nimmt diese Motivation gern an, verbindet es aber eben mit dem Zurückkommen und möchte diese Aufmerksamkeit oft erhalten. Damit er in diesen Genuss kommt, muss er eben oft kommen und damit er oft zu dir komme kann, muss er sich eben auch oft von dir entfernen. Eine Verhaltenskette hat sich gebildet, die für einen Rückruf sehr günstig, für die Leinenführigkeit jedoch tödlich ist.

In der Ruhe liegt die Kraft

Hier wäre der Ansatz besser, dass du das Bleiben in Ruhe unterstützt. Ist dein Hund bei dir wartest du 3-5 Sekunden. Erst danach fällt dein Blick zu deinem Hund und du lobst ihn sprachlich und körpersprachlich ganz ruhig. Langsame kräftige Berührungen in der Strichrichtung des Felles können das unterstützen. Nach diesem Lob nimmst du die Hände und den Blick wieder vom Hund, wartest wieder 3-5 Sekunden und setzt erst dann deinen Weg nach einer freundlichen Ansprache des Hundes fort.

Somit hast du jetzt das Bleiben bei dir unterstützt, was auch schnell in der Bewegung, zum Beispiel bei der Leinenführigkeit, von deinem Hund verinnerlicht wird. An der Leine möchtest du ja einen ruhigen und angeschlossenen Hund – und du bekommst immer was du deinem Hund zeigst.

Schärfe deine Sinne

Beobachte einmal die Reaktionen deines Hundes auf diese beiden Arten des Lobes ganz genau. Was empfindest du dabei? Wie reagiert dein Hund darauf? An welchen Stellen lässt er sich motivieren und an welchen Stellen findet er Ruhe angenehmer? Damit meine ich, bei welcher Berührung an welchen Körperpartien passiert genau was bei euch?

Kennst diese Vorlieben deines Hundes wird es dir leichter fallen ihn über ein herzliches Lob zu führen. Du trittst ihm so ohne Überlistung, Ablenkung oder Bestechung gegenüber. Es geht um dich, um dich und um deinen Hund. Dieses Lob muss sich im ersten Schritt für dich gut anfühlen damit es dein Hund gerne entgegen nehmen wird.

Wichtig dabei ist aus meiner Sicht bei Lob und auch bei Kritik:
Meine was du sagst und sage was du meinst!

Mein Weg

Oft werde ich gefragt nach welchem Konzept, nach welcher Philosophie oder nach welcher Art ich mit den Hunden umgehe. Genau das ist mein Weg – herzliches Lob auf der einen Seite und konstruktiv, sachliche Kritik auf der anderen Seite. Authentisch und mit viel Herzblut vermittelt. Somit bin ich gut gerüstet für alle tägliche Ausnahmesituationen und den ganz normalen Hundewahnsinn.

Herzliche Grüße, Kai

„Führung braucht Vertrauen“

 

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