Einfach mal Hund sein!


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Aber natürlich doch

„Mein Hund soll Hund sein dürfen“ – das ist es was allen Hundefreunden am Herzen liegt. Dies ist die wichtigste Aussage, die ich in meinen Terminen höre, wenn ich nach den Wünschen auf Seiten des Menschen frage.

Was, Wann, Wo

Es bedeutet aber nicht, dass der Hund völlig losgelöst und enthemmt vor sich hin lebt. Das hat nichts mit Hund sein zu tun. So eine Anarchie schafft in aller Regel große Probleme und führt den Hund schnell ganz weit weg vom Traum – „Mein Hund soll Hund sein dürfen“.

Die drei großen W können dir dabei helfen, dieses Ziel für deinen Hund schnell Wahrheit werden zu lassen. Regel einfach verantwortungsvoll das Was, Wann und Wo für deinen Hund. Gib seinem Hundeleben einen festen Rahmen. Entscheidest du Was, Wann und Wo etwas passiert, kann der Hund das schnell akzeptieren.

Ein Beispiel: Darf dein Hund auf eurer Runde überall markieren, wo er möchte und bleibst du stehen, wenn er schnuppern möchte und wartest geduldig, bis er seine Marke am Verkehrsschild gesetzt hat? Somit vermittelst du ihm ein klares Bild. Darf dein Hund das jetzt öfter oder ist es sogar immer so, wird das schnell zur Wahrheit für ihn. Jetzt gehst du mit deinem Hund durch die Innenstadt und er möchte das Gleiche wieder tun. Nur diesmal hängen an der Stange, die in Höhe des Hundes fast so aussieht wie ein Verkehrsschild, Taschen, Kleider oder Sonnenbrillen. Was tust du jetzt? Genau, du lässt es nicht zu oder ziehst ihn sogar noch davon weg. Warum denn? Es ging doch sonst immer.

80 – 20 ein fester Rahmen

Regelst du hingegen zu 80% den Rahmen, in dem sich dein Hund ausleben darf, hat er mit solchen, wie oben geschilderten, Szenarien keine Probleme. Du übernimmst ganz selbstverständlich die Führung zur Sicherheit deines Hundes. In diesem Fall hilft es schon, wenn ganz klar ist – Ihr geht gemeinsam, dann geht ihr und wenn ihr steht, dann steht ihr; ist Schnüffelzeit, dann darf geschnüffelt werden.

Freizeit

Natürlich benötigt dein Hund auch Zeit für sich, in der er machen kann, wonach ihm so ist. Sonst wäre es ja wirklich ein „Hundeleben“.  Wir wollen doch keine Soldaten an unserer Seite, sondern Hunde die auch am Leben teilnehmen. Aber eben nicht alle Reize nach ihren Vorstellungen übernehmen. Das wäre fatal.

Dazu ist dein Hund hauptamtlich arbeitslos. Er hat genug Zeit für sich und genug Zeit zum pennen. Ich wäre manchmal gern (m)ein Hund. Da darf er doch gern in eurer Gemeinsamkeit auch mal das tun, was du so vorgibst. Über das 80-20 Prinzip wird er sich schnell anpassen.

Mensch vor Hund

Dabei geht bei mir auch immer Mensch vor Hund. Begegne ich also Menschen, haben diese immer Vorfahrt. Ich mache Platz und warte mit meinen Hunden am Wegesrand oder gehe einen kleinen Bogen. Durch diese Vorbildwirkung haben meine Hunde schnell gelernt, dass das die Wahrheit ist. So benehmen sie sich jetzt genauso und machen ebenfalls allen Menschen freundlich Platz, denen wir begegnen. Ich muss da meist nichts mehr dazu tun.

Auch bei Begrüßungen kommt so schnell Ruhe in das Spiel. Lass deinen Hund nicht ungestüm alle Menschen begrüßen, die sich ihm zuwenden. Auch wenn die Menschen dir mitteilen, dass es in Ordnung ist und sie Hunde so gern haben. Das ist schnell vergessen, wenn der kleine Bernhardiner dann ausgewachsen ist und seine dreckigen Waldpfoten auf die Schultern der Oma legt, die gerade in ihrem schönsten Kleid in die Semperoper will. Schnell ist es dann ein unerzogener Hund.

Regel auch hier wieder über die drei großen W, wie so eine Begrüßung abläuft. Das schafft viel Klarheit und Freude für alle Beteiligten. Dann klappt es auch mit der Oma und Omas sind doch so wichtig.

Fazit

Dein Hund muss Hund sein dürfen, logisch. Aber bitte da, wo es möglich ist und wo er weder sich noch andere gefährdet oder belästigt. Dieses Umdenken beginnt im Kopf des Menschen, ist nicht schwer und führt dazu, dass der Hund oft Hund sein darf, weil er respektvoll seine Kompetenzen kennt.

Möchtest du einmal mit deinem Hund erleben wie das ganz einfach zu realisieren ist mit den drei großen W und mit der 80/20-Verteilung? Möchtest du deinem Hund dabei auch vermitteln, dass andere Hund nicht immer gleich Remmi-Demmi bedeuten? Möchtest du deinen Hund klar und sicher führen? Dann komm doch mit zum Herz an Herz Waldspaziergang. Alle Termine findest du unter Klein & Fein Seminare. Einfach den Button klicken, Termine anschauen und anmelden:

Herzliche Grüße Kai

„Führung  braucht Vertrauen“

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