Darf der Hund im Bett schlafen?


Darf der Hund im Bett schlafen Hundetrainer Hundeschule Dresden Kai Hartmann

Das Ding mit der Weltherrschaft

Die Weltherrschaft wird nicht im Bett entschieden. Hast du auch schon die Empfehlung bekommen, dass dein Hund nicht ins Bett gehört? Was ist daran nun richtig und warum?

Es gibt zwei grundlegende Punkte, die diese Empfehlungen meist regeln und dir Ratschläge geben, ob der Hund ins Bett darf oder nicht. Aus meiner Sicht muss immer der Einzelfall betrachtet werden.

Aus diesem Grund lautet mein Rat dazu
auch in diesem Fall einmal wieder: JEIN

Hygiene

Der erste Punk ist ganz individuell und schnell beantwortet. Magst du es, wenn dein Hund mit dir im Bett liegt? Findest du das hygienisch? Stören dich die Hundehaare? Was sagt dein Partner/in dazu?

Spricht da nichts dagegen, dann spricht wirklich nichts dagegen, dass dein Hund mit in deinem Bett schlafen kann. Solltest du in einem Hotel oder in einer Pension übernachten, ist es verantwortungsvoll, wenn dein Hund es dort schafft, nicht in deinem Bett zu schlafen aus Respekt vor künftigen Gästen. Oder du nimmst eine große Decke mit, angepasst an die Größe deines Hundes,  die das Bett schützt. Darauf kann der Hund dann liegen. Sprich es einfach vorher an der Rezeption ab. Damit bist du auf der sicheren Seite. Meist finden sich auch Hinweise in der Gästemappe, die dir erklären, was möglich ist.

Rangfolge

Der zweite Punkt ist schon nicht mehr so einfach zu erklären. Oft wird der Rat erteilt, dass der Hund eine Vormachtstellung übernimmt, zum Rudelführer mutiert oder die Weltherrschaft an sich reißt, wenn er ins Bett oder auf erhöhte Liegeplätze, wie Couch oder Sessel, darf.

Hast du mit deinem Hund auf der sozialen Respektsebene keine Probleme, spricht aus meiner Sicht überhaupt nichts dagegen, wenn ihr es euch gemeinsam da gemütlich macht, wo es dir gefällt. Nichts verbindet mehr, als solche wunderbaren Momente der innigen Verbindung. Irgendwo in Ruhe mit gemeinsamen Kontakt abhängen ist doch herrlich!

Gibt es in diesem Bereich jedoch Unklarheiten, dann kann es situativ wirklich nützlich sein, wenn du deinem Hund bestimmte Plätze vorenthältst. Lege dich stattdessen mit zu ihm auf den Boden. Sind die Unklarheiten beseitigt und lebt ihr harmonisch miteinander, dann kann alles neu verhandelt werden. In diesem Fall werden diese begehrten Liegeplätze eine Zeit lang eine Ressource die du verwaltetest. Das kostet dich im besten Fall etwas Herzblut, wird dich aber wirklich sehr darin unterstützen, dein Ziel einer klaren Struktur schnell zu erreichen.

Eine Hilfestellung

Ich plädiere dafür, dem Hund von Anfang an zu vermitteln, dass er solche Plätze gern einnehmen darf, wenn ich es zulasse. Also ganz konkret: ich lade den Hund dazu ein und er nimmt sich diese Plätze nicht selbständig. Ist das möglich, kann ich ihn auch ganz einfach einmal nicht im Bett haben, zum Beispiel im Hotel.

Gut ist das dem Hund über eine Decke zu vermitteln und ein eindeutiges Signal. Liegt die Decke auf dem Bett und ich lade ihn mit einem „komm ins Bett“ ein, dann darf er. Fehlt die Decke und kommt keine Einladung, darf er nicht. Das schafft schnell Klarheit und der Hund hat keine Konflikte vor fremden Betten, Sesseln oder der Couch bei der Lieblingsoma. Denn was bei dir erlaubt ist, muss bei Besuch noch lange nicht toleriert werden, wenn dich dein Hund da begleiten kann.

Fazit

Es ist wirklich hilfreich immer den Einzelfall zu betrachten. Dazu deine Vorlieben und die innere Haltung deines Hundes dir gegenüber. Gibt es im sozialen Bereich Differenzen, wirst du diese nicht lösen, wenn du deinem Hund so schöne Momente verwehrst. Dazu bedarf es viel mehr, als den Hund nur stumpf  aus dem Bett zu schmeißen. Wichtig ist auch, wie fühlst du dich dabei? Macht es für dich Sinn?

Meine Hunde dürfen alle ins Bett und auch auf die Couch. Aber nur, wenn ich sie dazu einlade und nur zu Hause. Bei Besuch oder in Hotels ist es für sie tabu. Damit haben wir keine Probleme und fallen dann auch nicht negativ auf. Bis jetzt wurden wir immer wieder gern als Gäste gesehen. Das auch mit drei Hunden.

Herzliche Grüße Kai

„Führung braucht Vertrauen“

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