Loben – das passende Lob


Man kann seinen Hund nicht genug loben

Im ersten Teil der „Lobeshymne“ habe ich dir etwas zum richtigen Zeitpunkt geschrieben, damit dein Hund das Lob auch wirklich mit der Handlung verbindet, die du loben möchtest. Hier geht es zum ersten Teil: Loben – der richtige Zeitpunkt

Aus meiner Sicht werden unsere Hunde zu oft mit Liebe förmlich überschüttet, wogegen sie sich nicht wehren können. Ein herzliches Lob, was eine Anerkennung ihrer Hundepersönlichkeit darstellt, fehlt leider sehr oft. Das schwäbische Modell, nicht geschimpft ist gelobt genug, wird deinen Hund nicht unterstützen sich in unserer komplexen Menschenwelt sicher zu recht zu finden.

Was soll das jetzt?

Die Wahl des passenden Lobes ist auch so ein wesentliches Ding. Es ist ganz einfach. Möchtest du Ruhe, musst du auch ruhig loben. Möchtest du Aktion oder Geschwindigkeit, musst du auch aktiver loben. Wähle einfach immer das passende Lobprogramm.

Ruhiges Lob oder dynamisches Lob

Ein ruhiges Lob kann zum Beispiel ein langsames abstreichen des Hundes in Wuchsrichtung des Felles sein, bevorzugt an der Stelle, wo es dein Hund am meisten genießt. Es ist auch möglich mit einer ruhigen Futtergabe den Hund zu unterstützen.

Das dynamische Lob hingegen ist geprägt von schnellen Bewegungen. Das kann ein kurzes körperbetontes Spiel, ohne Hilfsmittel, sein. Einige Hunde schaltet es auch förmlich an, wenn man mit ihnen einige Schritte schnell im wechselnden Tempo läuft. Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz von Zieh- und Zergelhilfsmitteln. Eine kurzes Zerrspiel, bei dem dein Hund übrigens auch ruhig gewinnen darf, sorgt meist ganz schnell für viel Aktion.

Fehlverknüpfungen

Ist der Hund zum Beispiel bei dir und es geht darum, dass ihr gemeinsam wartet oder entspannt in der Gemeinsamkeit unterwegs seid, ist das ruhige Lob die erste Wahl. Auch wenn du dich noch so freust, dass der Hund nicht sofort auf einen Menschen zustürmt, mit dem du dich gerade unterhältst. Halte an dich und lobe deinen Hund ganz bewusst ruhig. Du möchtest ja in dieser Situation Ruhe haben, also musst du auch ruhig bleiben und Ruhe zeigen.

Oft erlebe ich, dass der Hund gerade in der oben beschriebenen Situation dynamisch gelobt wird, zum Beispiel durch ein schnelles wuscheln hin und her im Hundefell, untermalt von einer sehr anregenden Akustik über die menschliche Lautsprache. Jetzt dreht der Hund schnell hoch und wird dafür wieder mit einem „Ordnungsgong“ zur Ruhe aufgefordert. Doch wer war in dieser skizzierten Situation jetzt der Verursacher? Richtig, der Mensch. Der Hund hat nur passend reagiert und wirklich alles richtig gemacht.

Bewusster Einsatz

Lege doch in den nächsten drei Tagen deinen Focus einmal ganz bewusst auf das Lob. Du wirst verwundert sein, wie effektiv das ist. Ruhe mit Ruhe und Aktion mit Aktion belohnen. Bei einem erfolgreichen Rückruf zum Beispiel kann es gar nicht genug Aktion geben und die muss schon beginnen, wenn dein Hund mit wehenden Ohren zu dir angeflogen kommt. Hier willst du ja einen dynamischen, schnell zu dir eilenden Hund. Das ist also deine Motivierung gefragt und du kannst alles auspacken was deinen Hund anschaltet echt Vollgas zu geben. Gib alles!

Viel Freude mit vielen lobenden Momenten der Ruhe und der Dynamik. Berichte mir doch gerne einmal von deinen Erlebnissen. Ich bin wirklich gespannt und freue mich von dir zu hören.

Herzliche Grüße Kai

„Führung braucht Vertrauen“

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.