Schaffen Sie Ihrem Hund eine Komfortzone


Ruhe Hund Hundeschule Dresden Kai Hartmann

Die Ausrüstung

  • gut sitzendes Halsband
  • Hausleine (1,50 Meter, leichte Qualität, ohne Ösen und Ringe)
  • Decke auf der sich der Hund ganz ausstrecken kann

Der magische erste Schritt

Der Hund wird an einem gut sitzenden Halsband und an einer Hausleine zur Decke geführt. Bevor Sie zur Decke gehen steht der Hund an der Leine neben Ihnen. Sie atmen für den Hund hörbar ein und schauen ihn kurz an. Danach nehmen Sie den Blick vom Hund und führen ihn an der Hausleine auf die Decke. Sie können die Decke auch gern mit betreten. Dort atmen Sie für den Hund hörbar aus. Ihr Blick sucht sich einen Fixpunkt vom Hund entfernt. Ein Bild an der Wand, die Türklinke oder ein Baum vor Ihrem Fenster. Dem Hund geben Sie kein Signal. Kein Sitz, kein Platz und auch kein Sichtzeichen mit erhobenem Finger. Legen Sie die Leine deutlich vor dem Hund ab.

Jetzt treten Sie zwei Meter neben Ihren Hund. Ihr Blick bleibt auf Ihrem gewählten Fixpunkt. Läuft der Hund Ihnen da schon nach, gehen Sie ganz ruhig und entschlossen auf den Hund zu. Nehmen Sie die Leine auf und bringen ihn mit dem o.g. Ablauf wieder zurück. Danach nehmen Sie wieder Ihren Platz, zwei Meter neben dem Hund, ein. Bleibt der Hund liegen, entfernen Sie sich weiter vom Hund. Setzen Sie sich auf einen Stuhl und lesen Sie ein Buch oder schreiben Sie mir wie sich dieser Ablauf bei Ihnen gestaltet. (Ganz einfach per Mail an: info@hundetrainer-dd.de) Schauen Sie Ihren Hund nicht an. Beobachten Sie ihn nur aus dem Augenwinkel.

Ihr Hund lässt Sie nicht gehen?

Steht Ihr Hund wieder auf folgt der gleiche Ablauf wie oben beschrieben. Sie treten dem Hund dabei stets mit der Energie entgegen wie er Ihnen entgegentritt. Wichtig ist, dass Sie dabei ruhig, entschlossen und konsequent bleiben. Am besten üben Sie den Ablauf vorher „trocken“ ohne Hund oder Sie nehmen Ihre Frau/Ihren Mann mal an die Leine. Sie benötigen ein ganz eindeutiges Bild und absolute Zielklarheit. Wie soll es aussehen? Was wollen Sie erreichen? Was ist die Decke für Sie? Was soll die Decke für Ihren Hund werden? Sehen Sie sich schon auf dem Sofa liegen und Ihren Hund entspannt auf seiner Decke?

Mein Versprechen:
Ihr Hund wird die Lösung selber finden!

Der Körper Ihres Hundes wird ganz locker und vereint sich weich mit dem Boden. Er wird seinen Kopf ablegen, hörbar für Sie ausatmen, die Augen schließen und möglicherweise wohlig abschmatzen. Er hat die Lösung selber gefunden – Ruhe. In dieser Phase lassen Sie Ihren Hund jetzt ruhen. Mindestens 15 Minuten. Später dehnen Sie diese Zeit aus.

Ich empfehle Ihnen: starten Sie jeden Gang mit dem Hund ab sofort von der Decke aus und führen Sie den Hund nach jedem Ausflug wieder auf seine Decke. Dort soll Ihr Hund so lange zur Ruhe kommen wie Ihr Ausflug war. Waren Sie gemeinsam eine Stunde unterwegs, sollte der Hund danach eine Stunde auf seiner Decke ruhen können.

Das Ritual der „Abholung“

Führen Sie zum Abholen des Hundes von der Decke ein eindeutiges, ruhiges und räumliches Ritual ein. Ihr Hund darf seine Decke nur über das Ritual verlassen. Ohne Ritual kein Verlassen der Decke. Bringen Sie Ihren Hund wieder auf die Decke und starten Sie vom Anfang neu. Später nehmen Sie die Decke auch mit ins Freie und führen die Übung da weiter. Sie können Ihren Hund auch zusätzlich über einen kurzen Aufenthalt auf der Decke (3-5 Minuten) immer ins Auto einsteigen und aus dem Auto aussteigen lassen. Begeben Sie sich dazu auch außer Sicht für den Hund. Dabei das Ritual zum Verlassen der Decke nicht vergessen.

Haben Sie das erreicht und können mit Ihrem Hund zur Decke gehen und er legt sich sofort hin, führen Sie ein Signalwort ein, zum Beispiel „Pause“. Dieses verwenden Sie dann immer, wenn Sie Ihren Hund auf die Decke führen. Später wird dieser Ablauf erweitert um das Schicken zur Decke und das Liegenbleiben auf der Decke unter Ablenkung.

Wenn das alles problemlos klappt, werden Sie Ihre Decke nicht mehr hergeben wollen! Hat Ihr Hund damit doch eine Komfortzone gewonnen. Er hat die Erfahrung gemacht: immer wenn ich mich auf meiner Decke befinde, habe ich keinen Job, ich muss mich um überhaupt gar nichts mehr kümmern; ich kann mich völlig entspannen. Wellness für den Hund sozusagen. Später können Sie Ihren Hund so überall frei ablegen und/oder aus Bereichen herausschicken. Ihr Hund wird auch auf seiner Decken liegen bleiben, wenn Sie zum Beispiel gemütlich im Biergarten sitzen und andere Hunde an ihm vorbei gehen.

Alles in Allem…

… ist das Schaffen der Komfortzone anspruchsvoll und einfach zugleich. Es gibt einige „wichtige Wichtigkeitspunkte“ die über Ihren Erfolg entscheiden. Diese finden Sie alle in dieser Beschreibung. Über diesen Weg der Komfortzone bekommen Sie beide Ruhe und beschäftigen sich während dem Aufbau auch gemeinsam mit einem ganz klaren Regelwerk. Ihr Hund wird es Ihnen danken und seine Komfortzone lieben. Sehr gern unterstütze ich Sie bei der Schaffung einer Komfortzone für Ihren Hund.

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